Archiv: Autor

leonard_lansink_unterstuetzer.jpgWie ich eben per E-Mail erfahren habe, ist “Wilsberg”-Darsteller Leonard Lansink in die SPD eingetreten. Im Rahmen der TV-Duell Party in Münster am Sonntagabend hat ihm Christoph Strässer, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Münster, sein Parteibuch überreicht.
Finde ich super. Wir werden immer mehr.


In der ganzen Aufregung um die Bundestagswahl hätten wir doch fast die neueste “Rolle Rüttgers” verpasst. Vor der Wahl in NRW hatte die CDU noch vollmundig verkündet, dass (nachgewiesen sozialschwächere) Bafög-Empfänger die für 2006 geplanten Studiengebühren von 500 Euro nicht bezahlen müssten. Doch wie der “Innovationsminister” Andreas Pinkwart von der FDP gestern in Düsseldorf verkündete, distanziert sich die schwarze NRW-Regierung und ihr gelber Sidekick inzwischen davon. Allerdings können man diese Studiengebühren von 500 Euro “sozialverträglich nachgelagert entrichten”, was nichts anderes heißt, als dass die Studiengebühren während des Studiums bei der NRW-Bank angesammelt und mit 6% verzinst werden. Nach einem angeschlossenen Studium kann man das Geld dann in Ratenzahlung abstottern.
“Sozialverträglich” sieht meiner Meinung nach anders aus, als aus einem Studium mit 10000 Euro Schulden rauszugehen.


Jetzt ist es also raus. Das Wahlziel für die Bundestagswahl am 18. September heißt 38%. Damit würde die “alte Tante” SPD in etwa das erreichen, was sie bei der Bundestagswahl 2002 erreicht hat (38,5%). Und das Ziel ist richtig realistisch. Laut einer Umfrage von Forsa liegt die SPD derzeit bei 34%, was einen massiven Zuwachs von 3% zur Vorwoche bedeutet. Grund dafür ist wohl das Fernsehduell. Von vielen als unnütz und überflüssig gescholten, brachte es zumindest für unsere Partei den erwarteten Aufschwung. Es ist kein Wunder das sich die Oppositionsführerin im Bundestag nicht auf ein zweites Duell einlassen wollte. Allein ihre zuckenden Mundwinkel, wenn der Kanzler geredet hat, hätten uns bei einem weiteren Duell noch gut 2% gebracht.
Die 4% schaffen wir auch noch. Wir kämpfen!


Für alle, die auch auf ihrer Internetseite zeigen wollen, wie sie sich am 18. September bei der Wahl entscheiden, hat mich gerade ein Button per Mail erreicht.
Hier ist er:
ichwaehlespdbutton.jpg

Danke an stylewalker

Wenn ihr auch so etwas gebastelt habt, immer nur her damit. Einfach eine Mail an blog@nrwspd.de schicken.

Update 17:29
So, dann haben wir also jetzt schon zwei. Dankenswerterweise hat uns auch Stefan einen Minibutton zur Verfügung gestellt. Also: Rauf auf die Homepage damit!
iklein.jpg

Update: 07.09.05 10:40
Und Stefan hat noch ein paar gebastelt:


Kaiser_Roland_neu.jpgRoland Kaiser: „Ich unterstütze Gerhard Schröder, weil die Menschen in Deutschland ihm vertrauen können und er die Kraft hat, Deutschland voranzubringen.“

via SPD.de

Zugegeben: Seine Musik ist nicht mein Fall. (Ich bin ja auch nicht unbedingt die Zielgruppe) Aber es ist so, wie es häufig ist mit Sängern: Die Dinge, die sie sagen, sind schlauer, als die Dinge, die sie singen.


Gehoerlosenspot.jpg

Auf SPD.de gibt es die Wahlwerbespots der SPD jetzt auch untertitelt für Gehörlose. Finde ich gut, schließlich gibt es in Deutschland 14 Millionen hörgeschädigten Menschen in Deutschland, denen man jetzt ermöglicht, “an der Kommunikation im Wahlkampf teilhaben” zu können.

Spot 1 ((60 Sekunden)

Spot 2 (5 Minuten lang)


Hossa, was ich da eben im Weblog der Jusos Düsseldorf gefunden habe, ist mal wieder ein Beispiel für den kleinen Realitätsverlust, den ich bei der Union in letzter Zeit immer mal wieder beobachte:

Roland_koch.jpg
Quelle: Wikipedia/Kurz

Es gibt so manche Ammenmärchen, die von der Union gern kolportiert und oft wiederholt, dadurch aber auch nicht wahrer werden. Gestern Abend im ZDF-Wahlforum sonderte der CDU-Experte für Schwarze Kassen, Roland Koch, wieder eines jener zu oft gehörten Mythen ab. Auf die Frage eines Studenten im Publikum, wie er in einer drohenden schwarzen Republik angesichts Mehrwertsteuererhöhung, Studiengebühren und drohender BaföG-Abschaffung (sprich elternunabhängiges Darlehn zu marktüblichen Zinsen) sein Studium abschließen solle ohne am Ende bereits vollkommen überschuldet zu sein; auf diese Frage antwortete Koch mit einer geschickten Überleitung, welche man in diesem Zusammenhang wohl eher selten zu hören bekommt:


gegenjeder_blog.jpg

Seit Anfang August hat es die Anti-Merkel Initiative vom Flaashrudel mit ihrer Musik gegen Merkel auf schlappe 52.000 Downloads gebracht. Dazu von mir einen Glückwunsch zu dem Erfolg. Es hat sich aber auch seit dem Start der Seite einiges getan. Inzwischen gibt es auf der Seite zwei Songs und ein Video gegen die Kanzlerkandidatin der Union. Bis zur Wahl am 18. September sind ja noch 12 Tage Zeit und die 100.000 wird bis dahin sicher noch durchbrochen. Deshalb mein Aufruf an euch: Geht auf die Seite und holt euch den mp3-Song! Einfach unten auf das Banner klicken und auf der Seite einen Song aussuchen.

MP3-Downloads gegen Angela Merkel


Iris-Berben-final.jpg„Ich wähle Schröder, weil er nicht will, dass jemand wegen seiner Lebensart, Hautfarbe oder Religion Angst haben muss. Er sorgt für ein freies und liberales Klima in Deutschland.“

via SPD.de


Diese Frage wird derzeit bei Spiegel Online diskutiert. Anscheinend ist das Schlußstatement von Merkel einigen (SPD-?)Beobachtern irgendwie bekannt vorgekommen. Ronald Reagan soll 1980 bei einem Präsidentschaftsfernsehduell gegen Jimmy Carter etwas sehr ähnliches gesagt haben.
Die Statements im Vergleich:

Merkel kopierte nicht nur die Fragetechnik, sondern auch die Schlussfolgerung. O-Ton Reagan: “Wenn Sie alle diese Fragen mit Ja beantworten, dann denke ich, ist es sehr offensichtlich, wen Sie wählen werden. Wenn Sie anderer Meinung sind, wenn Sie nicht wollen, dass wir dem Kurs der vergangenen vier Jahre weiterhin folgen, dann will ich Ihnen eine andere Wahl nahe legen, die Sie haben.”

Merkel drückte es kaum schlechter aus: “Wenn Sie alle diese Fragen mit Ja beantworten, dann haben Sie Ihre Wahlentscheidung wahrscheinlich gefällt. Aber wenn Sie Zweifel haben, wenn Sie nicht wollen, dass es einfach so weitergeht, dann haben Sie die Wahl mit CDU und CSU.”

Diese und andere Sätze klingen doch dem Original aus den USA sehr ähnlich. Mir wäre es aber ehrlich gesagt nicht aufgefallen, aber es ist schon spannend, dass da offensichtlich hemmungslos kopiert wird.


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.