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Gastronomie Eisenbarth: Mein Wahllokal im Biergarten

Heute ist er also endlich da. Der Tag, auf den wir alle jetzt monatelang hingearbeitet haben. Die Wahllokale sind auf und auch ein Praktikant a.D. muss natürlich wählen. So bin ich dann heute in mein Wahllokal, das Restaurant Eisenbarth, in Lütgendortmund gegangen, um, und damit verrate ich hier meine Wahlentscheidung, den guten Marco Bülow zu einem Direktmandat zu verhelfen. Der kandidiert hier nämlich im Wahlkreis Dortmund I für den Bundestag. Vor drei Jahren musste ich noch in einer Schlange fünfzehn Minuten warten, heute war ich sofort der erst, der dran war.

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Der Dom zu Münster

Bei der Veranstaltung in Münster hatte ich großes vor. Bereits am Tag vor dem Kanzlerbesuch schwang ich mich als Wahlmünsteraner auf mein Fahrrad, um schon von den Aufbauarbeiten zu berichten. Da komme ich also mit meiner Kamera eine Stunde nach der geplanten Anfangsaufbauzeit auf den Domplatz und was sehe ich? Nichts.
Das heißt, das ist nicht ganz richtig, denn Marathonläufer sah ich eine ganze Menge. Just an dem Tag war nämlich der alljährliche Münstermarathon und so war an aufbauen nicht zu denken, bevor die nicht alle zu Ende gelaufen waren. (So fern sie jedenfalls so weit gekommen waren)
Auf einem der beiden Parkplätze des Domplatzes hatten die Veranstalter netterweise so eine Art Massagefließband aufbauen lassen, auf dem man sich zur Belohnung die Krämpfe aus den Waden und Oberschenkeln massieren lassen konnte. Eine nette Serviceleistung.

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Massagefliessband: Man muss dafür nur einen Marathon laufen

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Der_Praktikant a. D. in Dortmund

Besser kann man sich das gar nicht mehr wünschen. Binnen 72 Stunden kommt der Kanzler in gleich beide Städte, die ich Heimat nenne. Die eine, Dortmund, ist die Stadt in der ich geboren wurde, aufgewachsen bin und an der mein Herz hängt. Die andere, Münster, ist meine Wahlheimat, in der ich lebe und eine der schönsten Städte der Welt. (Gleichzeitig die lebenswerteste Stadt der Welt)
Ein Tourplan, als wäre er für mich gemacht. (OK, ich habe hier Bonn ausgelassen, aber da konnte ich leider nicht hin. Bonn ist aber bestimmt auch schön!)

Ihr seid es ja sicherlich bereits gewohnt, dass mir immer alles schief geht. Was immer das Schlimmste ist, was in einer Situation schief gehen kann. Mir geht es schief. Entweder hat mich irgendjemand vergessen, oder ich komme aus irgendwelchen Gründen zu spät, oder aber das Internet funktioniert nicht und ich kann nicht bloggen. Aber diesmal: Nichts! Alles lief glatt. Nicht eine Kleinigkeit ging schief. Ich hatte Strom, das Internet funktionierte, die Sonne schien und der Kanzler war pünktlich. Alles in allem ein perfekter Tag.

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Frank_Schwabe_klein.jpg

Generationengerechtigkeit – Na klar!

Dass man mit flotten Sprüchen schnell Schlagzeilen und Karriere machen kann, hat der JungeUnion-Vorsitzende Philipp Mißfelder ja bewiesen. Doch manchmal wird das auch zum Bumerang. „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen. Das ist eine reine Frage der Lebensqualität. Das klingt jetzt zwar extrem hart, aber es ist doch nun mal so: Früher sind die Leute auch auf Krücken gelaufen“, so Mißfelder in einem Interview mit dem Tagesspiegel am 03.08.2003. Heute windet er sich um diese Aussage herum und will alles anders verstanden wissen. Doch bei allen Gesprächen in meinem Wahlkreis wird deutlich, dass die Menschen das nicht vergessen haben und sich nicht hinters Licht führen lassen.

Was wir unter einem sozial gerechten Gesundheitssystem verstehen, werden wir am Samstag mit einem Generationentag verdeutlichen. Zusammen mit 50 Jusos werde ich für die Bürgerversicherung in Recklinghausen, Waltrop und Castrop-Rauxel werben. Und unsere Seniorinnen und Senioren der AG 60plus sind mit dabei.

Marktradikalismus auf der einen Seite und eine solidarische Abdeckung von Lebensrisiken auf der anderen. Das sind die Alternativen am 18. September. Und die Menschen wissen das auch.

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Wieder sind es die Blogger, die mehr oder minder “live” ihre persönlichen Eindrücke direkt aus London posten: Vom Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe, von zu Hause nach Telefonaten mit Angehörigen oder unterwegs in Londoner Internet-Cafes.

Beim Lesen der ein oder anderen Zeile wird einem recht mulmig – direkte Betroffene kommen zu Wort und schreiben ihre Gedanken ins Blog, posten ihre Bilder bei Flickr, kommentieren in Blogs von Freunden. Einige suchen Verwandte, die sie nicht erreichen können, aber wissen, dass sie zu einer der besagten Zeiten an einer Bahnstation waren. Andere schildern chronologisch ihre Eindrücke vom Tag.

Ich selber habe die Meldung recht früh bei Spiegel Online mitbekommen. Nach den ersten Meldungen von einem “Knall” wurde es kurz wieder etwas ruhiger. Dann bin ich mit einem Kollegen zu einer Besprechung auf dem Weg gewesen, als dieser einen Anruf von einem Freund bekam, der zur Zeit in London lebt. Er berichtete von Bussen, in denen Bomben explodiert seien.

Wir sind dann in ein nahegelegenes Café bei dem regelmässig n-tv im Fernsehen läuft – ohne Ton, aber natürlich mit den News-Ticker in der Bauchbinde. Da haben wir dann mit anderen zusammen an der Theke gestanden und gespannt auf den Bildschirm geguckt. Schnell noch ein paar Anrufe, um eine paar Freunde, Kollegen und Bekannte über die Ereignisse zu informieren. Danach gings zurück ins Büro.

Hier ein paar Linktipps:

The Guardian Newsblog: “Bloggers react quickly to London blasts”

Berichte von Londoner Bloggern bei Metroblogs:
http://london.metblogs.com/

Einen Überblick über Blogs, die aktuell zu London berichten – bei Technorati:
http://technorati.com/tag/london

Wie habt ihr es erlebt?

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Wir gedenken der Toten und hoffen mit den Verletzten

Zu den Terroranschlägen in London erklärt der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering:

Die deutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten trauern mit den Angehörigen und allen Menschen in Großbritannien um die Toten der Terrorangriffe heute in London.
Wir denken voller Mitgefühl an die Verletzten und an alle, die bei den Anschlägen willkürlich und unbarmherzig in Todesangst versetzt wurden.

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Unser Bundeskanzler Schröder hat zu den Anschlägen in London folgendes Statement abgegeben:

Mit größter Betroffenheit habe ich von der Serie perfider Anschläge in London erfahren. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Betroffenen, deren Angehörigen, Premierminister Tony Blair und dem gesamten britischen Volk.

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Die neuesten Nachrichten zur V-Frage liefert Spiegel Online mit dem Live-Ticker.

“Showdown in Berlin: Im Bundestag stellt Kanzler Schröder die Vertrauensfrage. Alles über die aktuellen Entwicklungen lesen Sie im Live-Ticker von SPIEGEL ONLINE“.

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Unser Bundeskanzler Gerhard Schröder hat folgende Rede vor dem Bundestag gehalten.

Herr Präsident,

meine Damen und Herren!

Am Montag dieser Woche habe ich dem Herrn Bundestagspräsidenten mitgeteilt, dass ich es in der gegebenen Situation als meine Pflicht ansehe, im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen.

Mein Antrag hat ein einziges, ganz unmissverständliches Ziel:

Ich möchte dem Herrn Bundespräsidenten die Auflösung des 15. Deutschen Bundestages und die Anordnung von Neuwahlen vorschlagen können.

Der für meine Partei – und für mich selber – bittere Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen war das letzte Glied in einer Kette zum Teil empfindlicher und schmerzlicher Wahlniederlagen. In der Folge dessen wurde deutlich, dass es die sichtbar gewordenen Kräfteverhältnisse ohne eine neue Legitimation durch den Souverän, das deutsche Volk, nicht erlauben, meine Politik erfolgreich fortzusetzen. Endgültig mit diesem Ausgang der Landtagswahl am 22. Mai wurden negative Auswirkungen für die Handlungsfähigkeit im parlamentarischen Raum unabweisbar.

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Nach den drei Veranstaltungen in Münster, Bielefeld und Köln befindet sich nun das gesamte Onlineteam in Dortmund auf dem Alten Markt. Zur Zeit spricht José Luis Rodriguez Zapatero. Der spanische Ministerpräsident ist heute zur Unterstützung für Peer Steinbrück und die NRWSPD extra aus Madrid angereist. Neben Peer Steinbrück und Gerhard Schröder sind noch zahlreiche andere Sozialdemokraten auf der Bühne: Harald Schartau, Franz Müntefering, Ursula Engelen-Kefer, Jochen Dieckmann, Ulla Schmitt, Wolfgang Clement, Klaus-Uwe Benneter, Thomas Schlenz, Ludwig Stiegler, Ute Schäfer, Gertrud Steinbrück, Norbert Römer, Gerd Langemeier, Ludwig Ladziski und weitere Ehrengäste. Alle Reden werden auch von Gebärdendolmetschern übersetzt.

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