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Nachdem beim letzten TV-Duell der republikanische Präsidentschaftskandiadt McCain mit seiner „That one“-Äußerung Furore machte, hat sich jetzt das „Der da“-Lager das Ganze zu Nutze gemacht. Mit einer eigens dafür kreierten Homepage, auf der die Biografie von „dem da“ zu lesen ist und die ersten Country-Remixe zu hören sind. Außerdem gibts natürlich nette Merchandisingartikel, von denen die ersten schon ausverkauft sind:

Nette Idee, oder?


In Nashville im Bundesstaat Tennessee an der Belmont University gab es nun das zweite TV-Duell zwischen Obama und McCain. Das ganze im „intimen“ Townhall-Format, so einer Art Bürgersprechstunde, bei der 80 wohl ausgesuchte, aber noch unentschlosssen Wähler Fragen an die Kontrahenten stellen konnten. Auf alles wurde mal wieder geachtet: Sowohl die Krawattenfarbe, als auch die Zeit, in der die Kandidaten standen anstatt saßen, war Anlass zur Diskussion.

In den Medienkommentaren ist man sich jedoch einig: keine zu rüden Attacken, keine inhaltlichen Überraschungen, Obama lässig, McCain ein bisschen aufgeregt.

Bei Umfragen unter US-Amerikanern stand schnell fest: Auch dieses Duell gewinnt der demokratische Kandidat.

Links zu Presseanalysen:

Süddeutsche Zeitung

taz

Spiegel


Foto by: Schulministerium NRW

Das Frau Sommer Nachhilfe nötig hat, ist ja schon lange bekannt. Doch welche riesige Summe das den Steuerzahler bis jetzt gekostet hat, sagt sie nun selbst: Seit ihrem Amtsantritt wurden rund 55.000 Euro für  PR-Beratung ausgegeben. Nach einer Kleinen Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Carina Gödecke listete Sommer selber die Kosten auf. Und zwar ganz feinsäuberlich detailliert:

2006 14.000 Euro

2007 16.600 Euro

Bis August 2008 12.000 Euro

Ein pikantes Detail: Die Ausgaben für die Ex-Schulamtsdirektorin aus der ost-westfälischen Provinz steigen. Das zeugt nicht gerade von der Effektivität der Maßnahmen.

Medienschulungen für Politiker sind ganz normalesTagesgeschäft, aber wenn jemand soviel Hilfe braucht, sollte er oder besser sie doch mal jemand anderen als den Steuerzahler bemühen.

Denn wer weiß, wie viele Stunden da noch nötig sind, bis diese Politik gut wird.


Foto by: Rainer Ebert

Heute kann man es schwarz auf weiß in der WAZ lesen:

Die NRW-CDU und die NRW-FDP haben besonders teure Werbung nötig!

Die kostete bei der FDP pro Kopf im Jahr 2007 mehr als 7750 Euro für die 12 Landtagsabgeordneten. Damit steht sie an der Spitze.

Aber die CDU ist natürlich bei sowas auch wieder vorne mit dabei: Sie hat ein Gesamtbudget von 340 000 Euro für 89 Abgeordnete, also 3800 Euro pro Person. Den ganzen Spaß kann man sich übrigens als Beitrag zur politischen Meinungsbildung vom Staat absetzen lassen.

Genützt hat´s bei der Politik anscheinend nicht viel.

Im Vergleich dazu: Die NRWSPD gab durchschnittlich nur 1060 Euro pro Kopf aus.


50 neue Leser der taz haben Grund zur Freude: Sie erhalten die Zeitung jetzt sieben Monate gratis. Das berichtet der Spiegel auf seiner Internetseite.

Denn die tageszeitung verlor eine Wette: Vor der Bayernwahl versprach sie allen unbegrenzten Neu-Abonnenten so viele Gratis-Monate wie die CSU an angefangenen Prozentpunkten unter der absoluten Mehrheit bleibt. Nur 43,4% der Stimmen erreichte die CSU am Sonntag, das macht einen Gesamtverlust von 17,3 % im Vergleich zum Jahr 2003. Und 7% fehlten zur absoluten Mehrheit. Das macht jetzt Ausgaben von 11.375 Euro für die Zeitung.

Das ist ein bisschen schade für die taz, die neuen Abonnenten und das schlechte Wahlergebnis sind es aber wert.


Nach einem verheerenden Wahlergebnis für die CSU in Bayern ist nun die Zeit der über 40 Jahre dauernden Monarchie vorbei. Die Demokratie ist auch im Freistaat eingezogen. Bundeskanzlerin Merkel zeigt sich sichtlich bedrückt und kündigt nun Konsequenzen an. Gut, dass Jürgen Rüttgers Mitte September in der Passauer Neuen Presse noch verkündet hatte: „Wir machen es den Bayern nach.“ Ob er das jetzt immer noch möchte? Auch seine prognostische Kraft strafen die Wahlergebnisse nun Lügen. Denn auf die Frage:„Welche Rolle spielt die magische 50-Prozent-Marke für Bayerns Einfluss im Bund?“, antwortet er: „Die Frage stellt sich nicht, die CSU wird erheblich über 50 Prozent Zustimmung bekommen.“

Tja, Herr Rüttgers, mal wieder geirrt!


Foto by: schmich

„Eltern, die ihre Kinder für alt genug halten, zur Demo zu gehen, dürfen sich nachher nicht beschweren“, sagte CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst. „Polizisten sind keine Super-Nannys.“ Diese „netten“ Aussagen findet man in einem taz-Artikel über die 13 Stunden Polizeigewahrsam, die 72 Jugendliche und drei Kinder nach der Gegendemonstration zum Anti-Islamisierungskongress in Köln erleben mussten. Über zehn Stunden standen sie in keinem Kontakt zu ihren Eltern. Da fragt man sich: Welche Sicht auf die Welt gibt Herr Wüst da preis? Verwechselt da nicht jemand Ursache und Wirkung? Natürlich sind Polizisten keine Kindermädchen, aber hätten sie nicht gerade deshalb eher dafür sorgen müssen, dass die Eltern ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen können und sich wirklichen Straftätern zuwenden? Ist es nicht eher sogar löblich, dass die ach so politikverdrossene Jugend, teilweise von weit her angereist, gegen den Kongress der Rechten protestieren wollte?

Wir leben doch hier in einem Rechtsstaat, oder, Herr Wüst? Und in einem Rechtsstaat können Eltern doch davon ausgehen, dass man ihre teilweise übrigens schon volljährigen Kinder nicht ohne Grund wie Verbrecher behandelt. Wissen Sie was, das ist sogar gesetzlich garantiert!

Und noch was, Herr Wüst: Schauen Sie sich mal die Super-Nanny an! Die geht nie so mit Kindern um, da gibt es allerhöchstens die stille Treppe!


Foto by: gotplaid?

Schau nett aus und sei still – das war die Aufgabe der besten Absolventinnen und Absolventen aller Schulformen, die von Rüttgers zur Bestenehrung 2008 eingeladen wurden.

„Trotz bester Noten war ihnen das Sprechen verboten. Für die Regierung Rüttgers sind unabgesprochene Beiträge bei seinen Jubelveranstaltungen ein Störfaktor. Politik ist aber keine Einbahnstraße. Die Bestenehrung wäre eine gute Gelegenheit gewesen, sich der konstruktiven Kritik der jungen Menschen zu stellen. Die Einser-Absolventen durften sich wohl noch nicht einmal für ihre Auszeichnung bedanken“, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Ute Schäfer. Schon beim Kinderforum im September 2007 bezahlte Rüttgers den Kindermoderator mit 100 Euro und legte vorher die Fragen fest. Das ganze liebe Geld für die PR-Beratung scheint aus dem Fenster geworfen, seit der große Zensor auch Mittwoch wieder zugeschlagen hat.
„Die schwarz-gelbe Landesregierung scheut das Offene Wort wie der Teufel das Weihwasser. Der Maulkorb für die Schülerinnen und Schüler bei der Bestenehrung 2008 ist ein weiterer Tiefpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit des CDU-Ministerpräsidenten und seiner Schulministerin“, so Ute Schäfer weiter.

Die Frage ist nun: Welche Show inszeniert Rüttgers als nächstes? Wir warten drauf und werden nicht schweigen!


Wenn ihr mal sehen wollt, wie „schön“ man ganz ohne Chirurgenmesser, Jungbrunnen oder Diät innerhalb nur weniger Minuten werden kann, dann solltet ihr euch dieses Video nicht entgehen lassen! Auch für Wahlkampfzwecke geeignet! Produziert hat es Martin Mißfeldt.

Voilá – innerhalb von 30 Sekunden wird aus Angie Paris!
via spreeblick


So nun gibt es im zweiten Teil die beiden großen Parteien im schönen Bayern:

SPD und CSU.

Die SPD

Besucht man diese Seite fühlt man sich sofort zuhause: das vertraute Rot lacht einem entgegen, durch die Klarheit weiß man sofort wo man ist. Alles was man braucht, findet man auf den ersten Blick. Und das was es hier nicht gibt, das braucht man auch nicht. Das Kompetenzteam für die Wahl ist hier zu finden, das Wahlprogramm und das SPD TV. Auch Ottfried Fischer findet das gut und unterstützt in einem Wahlvideo. Auf der Homepage des Spitzenkandidaten Franz Maget findet man auch endlich mal einen Blog, indem er von seinen Erlebnissen im Wahlkampf berichtet.


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.