Archiv: Thema "Bundestagswahl"

Beim TV-Duell zeichnen sich langsam Unterschiede zwischen Steinmeier und Merkel ab. Hier eine Übersicht:

20.56 Uhr: Thema Opel: Steinmeier macht klar: „Hätte Schwarz-Gelb regiert, wäre Opel mausetod.“

21.01 Uhr: Thema Atomkraft: Rückkehr zur Kernenergie ist „unverantwortlich.“ Es muss beim Atomausstieg bleiben!


20:43 Uhr. Applaus für Frank-Walter Steinmeier in Düsseldorf:“Die Sozialdemokratie hat die Union zur Mitte zurückgebracht.“


Es ist 20:30 Uhr. Das Warten hat ein Ende. Das Duell beginnt! Steinmeier macht klar: Schwarz-Rot hat „ordentlich“ zusammmengearbeitet. Doch jetzt ist das Ende der Koalition gekommen. Es ist Zeit, dass der Mindestlohn kommt! Die Atomkraftwerke müssen abgeschaltet werden! Beides war mit der Union nicht möglich. Die Wende muss her!


Endlich einmal Inhalte. Bei der Wahlkampfkundgebung in Düsseldorf zeigt SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, dass Politik nicht vom Aussitzen und Schweigen, sondern von guten Ideen und Inhalten lebt. Vor 1500 Zuschauern präsentierte er seinen Deutschland-Plan und warnte vor einer Politik des „Weiter so“. Deutschland müsse mit „Verantwortung und Vernunft regiert werden.“ Dafür werde er kämpfen. Den Wahlkampf der Union entlarvte er als inhaltsleer und langweilig. Da kann man nur hoffen, dass letzeres nicht auf das TV-Duell am Sonntag zutrifft. Aber nach der Vorstellung heute, kann man optimistisch sein. Steinmeier wird das schon schaukeln.


Endlich Münte. Jetzt habe ich schon viele Wahlkampfveranstaltungen gesehen, aber Franz Müntefering ist doch noch jemand ganz Besonderes. Er hat es geschafft, dass der Bonner Rathausplatz trotz schlechtem Wetters gut gefüllt ist. Und ich kann verstehen, warum Müntefering für viele Menschen so anziehend ist. Denn er wirkt unglaublich authentisch. Er spricht frei, scheinbar ohne vorbereitete Rede aus dem Bauch heraus. Das macht seine Stärke aus. Seine Erfahrung und sein Biss ist einfach toll.

Vor dem Parteivorsitzenden sprachen die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft und einige kommunale Politiker. Kraft punktete mit ihren Angriffen auf Ministerpräsident Rüttgers und der schlechten Bilanz der schwarz-gelben Landesregierung im Bildungsbereich.

Besonders umjubelt wurde ebenfalls der frisch gewählte Bonner Bürgermeister Jürgen Nimptsch und der Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber. Und Ulrike Merten aus Steinmeiers Kompetenzteam zeigte, dass auch Frauen im Bereich Verteidigungspolitik punkten können. Insgesamt eine tolle Wahlkampfveranstaltung.


Die GRÜNEN haben (trotz Wahlkampf) noch Zeit gefunden, Angela Merkel zu überarbeiten – oder ihr zumindest eine Stimme zu geben. Nach der Vorstellung des neuesten CDU Wahlkampfspot, der sich als One-Merkel-Show herausstellte, vertonten die GRÜNEN den inhaltsleeren Spot mit rhetorischen Anleihen aus Reagans Zeiten neu – diesmal mit den Zielen und Wünschen der Kanzlerin.

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Frank-Walter Steinmeier bei seiner Rede im Katschhof Aachen

Die gestrige Veranstaltung  der SPD in Aachen lässt sich am Besten frei nach Franz Müntefering zusammenpassen: Wetter gut, Stimmung gut, alles gut.

So begann die Wahlkampfveranstaltung der SPD pünktlich um 16.00 im wunderschönen Katschhof mit der „Jazzhouse Band“ aus Aachen, die zur Einstimmung etwas zwischen Jazz, Swing und bekannten Hits, wie La Cucaracha spielten.

Die Aachener Jazzhouse Band auf der Bühne

16:14 Uhr: Die Band macht eine Pause, alles wartet gespannt, ein Glockenschlag unterbricht die Stille. Die obligatorischen BKA Beamten im üblichen Anzug (Schwarz, eng anliegend mit goldener Kravatte) schauen sichtlich angespannt (wie immer) über den engen aber mit wunderschönen alten Gebäuden umrahmten Platz. Um die Pause zu füllen stellt sich die Band kurz vor und fängt danach wieder an zu spielen.

16:30 Uhr:


Mit einer lustigen Plakataktion hat die NRWSPD am Sonntag den Wahlkampfauftakt von CDU/CSU im Düsseldorfer ISS Dome aufgemischt. Denn auf dem um das Stadion kreisenden Litomobil prangerte nicht das CDU-Plakat mit der Deutschland-Flagge und dem Slogan „Wir haben die Kraft“, sondern ein leicht verändertes Poster. Neben dem Slogan „Wir haben die Kraft“ war dort nun eine lächelnde SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft zu sehen. Und seien wir einmal ehrlich, so ist das ganze doch viel glaubwürdiger. Denn bei dem inhaltsleeren Wahlprogramm der Union, muss man sich doch zweierlei fragen:

Wer hat die Kraft? Und: Wofür denn eigentlich?

Auf beide Fragen hat die SPD die besseren Antworten: Denn WIR haben die (Hannelore) Kraft tatsächlich und zweitens hat Frank-Walter Steinmeier mit dem Deutschland-Plan ein klares Konzept vorgelegt, wie Deutschland künftig regiert werden soll. Damit hat die SPD, was der CDU fehlt, starke Kandidaten und klare Inhalte! Für die CDU bleibt folglich nur ein Slogan übrig: „Wir hätten gern die Kraft“. Und sogar den musste die SPD für die Union erst noch erfinden!

 


Besucher beim SPD Familientag in Herne

Am letzten Sonntag gab es zum inhaltsleeren Wahlkampfauftakt des Merkelschen Wählvereins in Düsseldorf eine gute Alternative: Im wunderschönen Schlosspark von Herne fand der alljährliche Familientag der Herner SPD statt und nicht nur viele Besucher sondern auch viele soziale Gruppen folgten dem Aufruf.

Es präsentierten sich neben den bekannten SPD Gruppen nicht nur die AWO sondern auch die Caritas, die Verbraucherschutzzentrale, der Sportbund Herne und viele weitere Gemeinschaften. Rund um das Wasserschloss Strünkede wurde gezeigt, dass die „SPD mitten in Herne verwurzelt ist und sich um alle Bürgerinnen und Bürger kümmert“, so Gerd Bollmann, der MdB und SPD Direktkandidat für Herne.

Es ist ein schöner Nachmittag, eine 3-Mann-Band spielt auf der Bühne verschiedene „Hits“  – von Udo Jürgens bis 80er Rock ist alles dabei – und ich wünschte mir, dass Frank-Walter Steinmeier heute hier auftreten würde, denn die Kulisse hätte das verdient. Sie ist nicht so abseits und nicht so steril, wie der Veranstaltungsort gestern in Duisburg. Die (zugegeben noch nicht in Massen anstürmenden) Besucher laufen an den Ständen vorbei oder treffen sich an einem der Stände zu einem Kaffee – die meisten Einnahmen kommen übrigens wohltätigen Zwecken wie der Herner Tafel zu Gute.

Zelt der Caritas in Herne

Als Hannelore Kraft ankommt entsteht eine kleine Traube um Sie herum. Natürlich folgt eine obligatorische wie kurze Befragung von lokalen Journalisten, danach gibt es einen kleinen Rundgang an den Ständen vorbei. Die Landesvorsitzende hat und nimmt sich Zeit, denn Sie muss ein wenig Zeit verstreichen lassen, bis Hubertus Heil in Herne ankommt. Nach ein paar herzlichen Umarmungen und Fotos beim Körbewerfen mit der Damen-Bundesligamannschaft geht es für beide auch schon direkt zur Bühne.



Es ist 12:23 Uhr in Duisburg. Die Wahlkampfveranstaltung hat gerade begonnen und alle warten gespannt auf den Auftritt des Hauptredners, unseres Kanzlerkandidaten Frank Walter Steinmeier.

Die Stimmung ist ähnlich wie das Wetter, es hellt sich immer mehr auf und alle Teilnehmer sind noch aufgewühlt von den Entgleisungen des Herrn Ministerpräsidenten Rüttgers. An einen Ausrutscher glaubt hier niemand.

Inmitten der vielen BKA Mitarbeiter und weiteren Sicherheitskräften der Polizei tauchen überall rote T-Shirts und Plakate auf, die zu Recht eine zentrale Botschaft verkünden: „Sozial und Demokratisch“ ist in NRW nur eine Kraft und die ist rot!

Der Kundgebungsort (Landschaftspark-Nord) ist gut gewählt und füllt sich zusehends. Wie ein Symbol für den Wandel stellt sich die Bühne vor die ehemaligen Hüttenwerke. Der Wandel und vor allem der Aufschwung nach der noch zu überstehenden Krise ist nur durch Frank Walters „Deutschlandplan“ machbar und die ökologische Industriepolitik der SPD machbar. Auf der Bühne wird gerade genau dieser Plan von den Rendern gelobt.

Die Spannung auf Steinmeiers Auftritt wächst zusehends.

Im Gegensatz zu vielen anderen Parteien, wird hier Klartext geredet. Die Steuerversprechen der CDU sind nicht haltbar, was die FDP will, weiß sie wohl selber nicht und wenn sie es weiß, dann sagt sie es nicht.

Einen klaren Kurs gibt es nur mit der SPD, auf vielen Plakaten kann man es lesen: „Wir machen Wahlkampf und Sie Frau Merkel?“

13:00 Uhr: Auftritt von Hannelore und Frank-Walter:

Hannelore hält eine starke Rede und erinenrt an Rüttgers Kampagne „Kinder statt Inder“. Eine soziale und solidarische Gesellschaft kann es unter jemanden, der Rumänen beleidigt und Chinesen „würgen“ will, nicht geben. Ihre Rede wird vom Publikum dankbar aangenommen und mit viel Applaus belohnt. Nächstes Jahr wird es den Wechsel in NRW geben, denn „wir haben die Kraft und die Kraft wird da bleiben, wo auch das Herz ist – in der SPD“.

Der Wind wird stärker als Frank-Walter das Podium betritt.

„Es gut um 82 Millionen Menschen und die Weichenstellung für das kommende Jahrzehnt bei dieser Wahl“, ruft er dem applaudierendem Publikum zu. „Wer nicht bereit ist, aus der Krise die richtigen Lehren zu ziehen, der wird uns auch nicht aus diesem Schlamassel herausführen können.“ Frank-Walter stellt die Wahlziele sehr deutlich vor: Wir kämpfen für eine gerechte Gesellschaft, mit fairen Löhnen, einer guten und kostenfreien Bildung für alle und natürlich auch für eine gute Umweltpolitik mit der Beibehaltung des Atomausstiegs. Das geht nur mit der SPD.

„Ich brauche euch aber dieses Land braucht eine starke SPD“, ist seine zentrale Botschaft und sein letzter Satz, als er das Podium unter dem Beifall der Menschen verlässt.


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.