Archiv: Thema "Der_Praktikant"

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Wenn der Kanzler in der Stadt ist, in der man wohnt, bleibt es natürlich nicht aus, dass man bei so einer Veranstaltung Leute trifft, die man kennt. So ging es mir natürlich auch. So traf ich im Pressegraben bei idealem Kanzlerwetter zwei Leute vom Campusradio für Münster „Radio Q“, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Die hatten ihre Mikrophone dabei und wollten natürlich über die Veranstaltung in Radio berichten. Überhaupt traf ich recht viele Leute. Es ist spannend, wie viel man plötzlich neu zu bereden hat, wenn man feststellt, dass man Anhänger (nicht unbedingt Mitglied) der gleichen Partei ist, oder sich zumindest für diese interessiert.

Zur Veranstaltung:


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Der Dom zu Münster

Bei der Veranstaltung in Münster hatte ich großes vor. Bereits am Tag vor dem Kanzlerbesuch schwang ich mich als Wahlmünsteraner auf mein Fahrrad, um schon von den Aufbauarbeiten zu berichten. Da komme ich also mit meiner Kamera eine Stunde nach der geplanten Anfangsaufbauzeit auf den Domplatz und was sehe ich? Nichts.
Das heißt, das ist nicht ganz richtig, denn Marathonläufer sah ich eine ganze Menge. Just an dem Tag war nämlich der alljährliche Münstermarathon und so war an aufbauen nicht zu denken, bevor die nicht alle zu Ende gelaufen waren. (So fern sie jedenfalls so weit gekommen waren)
Auf einem der beiden Parkplätze des Domplatzes hatten die Veranstalter netterweise so eine Art Massagefließband aufbauen lassen, auf dem man sich zur Belohnung die Krämpfe aus den Waden und Oberschenkeln massieren lassen konnte. Eine nette Serviceleistung.

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Massagefliessband: Man muss dafür nur einen Marathon laufen


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Der_Praktikant a. D. in Dortmund

Besser kann man sich das gar nicht mehr wünschen. Binnen 72 Stunden kommt der Kanzler in gleich beide Städte, die ich Heimat nenne. Die eine, Dortmund, ist die Stadt in der ich geboren wurde, aufgewachsen bin und an der mein Herz hängt. Die andere, Münster, ist meine Wahlheimat, in der ich lebe und eine der schönsten Städte der Welt. (Gleichzeitig die lebenswerteste Stadt der Welt)
Ein Tourplan, als wäre er für mich gemacht. (OK, ich habe hier Bonn ausgelassen, aber da konnte ich leider nicht hin. Bonn ist aber bestimmt auch schön!)

Ihr seid es ja sicherlich bereits gewohnt, dass mir immer alles schief geht. Was immer das Schlimmste ist, was in einer Situation schief gehen kann. Mir geht es schief. Entweder hat mich irgendjemand vergessen, oder ich komme aus irgendwelchen Gründen zu spät, oder aber das Internet funktioniert nicht und ich kann nicht bloggen. Aber diesmal: Nichts! Alles lief glatt. Nicht eine Kleinigkeit ging schief. Ich hatte Strom, das Internet funktionierte, die Sonne schien und der Kanzler war pünktlich. Alles in allem ein perfekter Tag.


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Ich hoffe, ihr habt Zeit mitgebracht, denn dies wird ein langer Eintrag. Es gibt nämlich viel zu erzählen. Vorgestern war ich auf dem großen Wahlparteitag der SPD im Estrel Convention Centre in Berlin. Grandiose Veranstaltung. Unser Bundeskanzler hat eine sehr kämpferische Rede gehalten, welche die 2.500 bis 3.000 Delegierten, Gäste und mich auf den Restwahlkampf bis zum 18. September eingestimmt hat.

Aber ich fange schon wieder hinten an. Der Tag begann um 5.30 mit dem nicht gerade entspannenden Klingeln meines Weckers. Um 6.09 Uhr ging der Zug von Münster nach Hamm, wo ich dann im InterCity auf die gesamte Delegiertenschaft aus NRW traf. Ich weiß nicht, wie es bei den anderen war, aber bei mir stellte sich sofort eine Art „Klassenfahrtsfeeling“ ein, das mich bis zum Ende des Tages nicht mehr verlassen sollte.
In Berlin angekommen, wurden wir mit drei Reisebussen zum Convention Centre gefahren. Dort brachen dann alle Dämme. Durch die strengen Sicherheitskontrollen (schließlich sprachen ja der 2. (Thierse) und der 3. (Schröder) Mann im Staat, außerdem waren ja noch Ministerpräsidenten und SPD-Parteigrößen da) kam es zu langen Schlangen vor dem Eingang.


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Gestern waren wir vom Online-Team in Amsterdam auf einer Veranstaltung, die man wohl gut und gerne als Fortbildung abbuchen kann. Die Amsterdam-Maaststricht-Summer-University hatte eingeladen und wir (und zugegebenermaßen auch noch ein paar andere) waren gekommen, um etwas über Internetwahlkampf zu lernen. Joe Trippi, der ehemalige Wahlkampfmanager von Howard Dean war nach Amsterdam gekommen, um uns über die Neuerungen des vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampfes zu erzählen und wie diese Neuerungen helfen werden, die Welt zu verändern.


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Der_Praktikant a.D. auf dem Landesparteitag während der Rede von Hannelore Kraft

Macht euch bereit. Denn vor euch liegt ein Beitrag voll mit beispiellosen Enthüllungen und Hintergrundinformationen über den außerordentlichen Landesparteitag in Bochum. Nicht nur, dass ich in diesem Bericht geradezu sensationell die Identität des Pottbloggers enthüllen werde. Nein, ich werde euch auch enthüllen, wie ihr euren Bundestagsabgeordneten mal ganz allein für euch haben könnt. Zumindest, wenn euer Bundestagsabgeordneter aus Münster kommt und Christoph Strässer heißt.


dmaradonna1986.jpgIch war dabei am 22. Mai 2005. Wie viele habe ich gebannt auf die Übertragung der ersten Prognose um 18.00 Uhr auf dem WDR gestarrt und konnte es einfach nicht glauben. Unser Land ist nicht mehr unser Land. Das die CDU in Nordrhein-Westfalen eine Landtagswahl gewinnt ist ungefähr so unwirklich wie damals, als die deutsche Fußballnationalmannschaft 1986 das Finale gegen Argentinien verlor. (Da war ich 8 und habe zwei Tage mit niemandem gesprochen) Ich blickte um mich herum und starrte in die müden Gesichter der Wahlkämpfer der SPD, die wider besseres Wissen bis 17.59 Uhr daran geglaubt hatten, dass diese Wahl tatsächlich zu gewinnen war. Wie wenige hatte ich das Glück mit auf der Wahlparty im Apollo-Theater in Düsseldorf gewesen zu sein. Die SPD-Anhänger hatten die Partei für die Bundespolitik der letzten Monate mit Liebesentzug bzw. mit Zu-Hause-bleiben bestraft. Und als wäre das nicht genug, tritt Franz Müntefering vor die versammelte Bundespresse und verkündet Neuwahlen. Der Wahlkampf geht also weiter. Eine halbe Stunde später zeigt der WDR einen jungen Mann mit einen Juso-T-Shirt, der sagt, er wäre gerne vorher gefragt worden, ob er weiter wahlkämpfen will. In diesem Moment fallen mir Bravo-Rufe und tosender Applause auf, die vom Eingang des Apollo-Theaters kommen. Ich sehe hin und sehe Peer Steinbrück hereinkommen. Er geht zuerst an der Menge am Eingang, dann an mir und dem restlichen Online-Team vorbei, gibt einigen die Hand, für alle hat er leider keine Zeit, denn er muss auf die Bühne. Dann erreicht er die Bühne und die Besucher, die Gäste und sogar einige Journalisten klatschen Beifall für den scheidenden Ministerpräsidenten von NRW. Minutenlang.


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Ich habe in letzter Zeit einen Haufen Veranstaltungen der SPD gesehen. Ich brauchte einfach mal einen Vergleichsmaßstab und so war ich gestern dabei, als Angela Merkel zu Gast auf dem Domplatz in Münster war.

Wenn die Chefin der Anderen schon mal in meine Wahlheimat Münster kommt, kann ich auch mal einen halben Abend opfern und mir anhören, was sie zu sagen hat. Doch nach Marschmusik und zugehöriger Blaskapelle hatte zunächst einmal eine der „Geheimwaffen“ der CDU das Wort. Karl-Josef Laumann. Seines Zeichens Mitglied des Bundestages und Angehöriger des Schattenkabinetts von Jürgen Rüttgers trat ans Rednerpult. Und dann brach der Sturm los. Zwar hatte ich schon ein paar Jusos in T-Shirts gesehen und auch ein paar Studenten mit Plakaten, aber das Pfeifkonzert, das begann als Laumann sprechen wollte, hatte ich so noch nicht erlebt. Zwar waren 1500 Zuschauer auf den Domplatz gekommen. Aber die Hälfte davon, um zu demonstrieren. Es begann ein Lautstärkewettkampf. während Laumann langatmig jeden Hinz und Kuntz der CDU in und um Münster herum vorstellte. Abwechselnd hörte man Pfeifen und Laumann. Das Pfeifen erreichte seinen Höhepunkt, als Laumann einen der Anwesenden für sein christliches Menschenbild lobte. Als Laumann fertig war und eine (wie ich hoffe) Schulband passend das Lied „She´s a maniac“ intonierte, war ich froh über die Pfeifpause.

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Demonstrierende Jusos auf dem Domplatz in Münster


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Gestern war ich mit bei der Night Of the Champs in den Nightrooms in Dortmund. Als gebürtiger Dortmunder, der seit einiger Zeit (mit blutendem Herzen und dem Wunsch nach Rückkehr) weggezogen ist, war mir der Laden bisher nur als Stadtpalais bekannt. Wenn ich mich richtig erinnere, war das früher eher ein Schickimicki-Laden, vor dem man den Satz „Ey, du komms` hier nich` rein.“ hören konnte, wenn man nicht das passende Schuhwerk, die passende Nase oder Frisur hatte. Der Laden hatte von seinem alten Eindruck nichts eingebüßt. Drei freundliche kahlschädelige Bodyguards mit Knopf im Ohr und hervorragenden Manieren begrüßten einen unterwürfig und wünschten einen schönen Abend. Ich bedankte mich brav und nach einer Diskussion mit der Dame an der Kasse (da hat doch tatsächlich wieder jemand vergessen, den Praktikanten auf die Gästeliste setzen zu lassen) war ich drin.


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Die Macher von Politik-digital.de haben uns gebeten den Webauftritt der CDU in NRW schriftlich zu bewerten. Und da wir uns da nicht berufen fühlen, die Internetseiten des politischen Gegners zu bewerten, möchten wir euch auf diesem Weg bitten, das für uns zu machen. Schließlich seid ihr ja auch die Zielgruppe für diese Seiten.
Also:
Klickt einfach auf die Internetseite der CDU, schaut euch um und schreibt uns hier einen Kommentar über eure Eindrücke. Was gefällt euch, was gefällt euch nicht?

Danke für eure Mithilfe.

Update 29.04.05; 9:06
Nur kurz zum Verständnis:
Es soll hier nicht unbedingt darum gehen, unsere Seite mit der Seite der CDU zu vergleichen. Schreibt mir einfach, was euch an der CDU-Seite gefällt und was nicht. Und wenn euch eure Zeit zu schade ist, um sie auf den Seiten der CDU zu verbringen, dann könnt ihr mir auch das schreiben.
Der_Praktikant


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