Archiv: Thema "In der Presse"

Der Weg zur Drei-Klassen-Medizin (ernstl, flickr)

Der Weg zur Drei-Klassen-Medizin (ernstl, flickr)

Als Kassenpatient darf man sich schon gegenwärtig wundern, in wieweit unsere medizinische Versorgung bereits zur „Zwei-Klassen-Versorgung“ geworden ist. Sprechstunden nur für Privatpatienten, extra Wartezimmer und eine bevorzugte Terminvergabe haben längst Einzug in unseren Alltag erhalten. Doch irgendwie konnte man sich doch bisher damit arrangieren. Was aber nun ab dem 1. Januar 2011 auf die Kassenpatienten zukommt, ist von ganz anderem Kaliber. Was die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag Mitte November beschlossen hat, ist eine Reform, die auf dem Rücken der einkommensschwachen Kassenpatienten ausgetragen wird.

Während heute noch alle Bürgerinnen und Bürger bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual gleich belastet werden, gilt künftig: je niedriger die Einkommen, desto höher die Belastung. Es werden alle zusätzlichen Steigerungen der Gesundheitskosten über die so genannte kleine Kopfpauschale erhoben, für die es keine Obergrenze gibt. Der Beitragssatz wird auf 15,5% angehoben und dann eingefroren. Somit werden Arbeitgeber bei Kostensteigerungen nicht mit zur Kasse gebeten. Leidtragende werden allein die Arbeitnehmer sein, während Pharmaindustrie, Arbeitgeber und Private Krankenversicherungen außen vor gelassen werden.


Die Bewegung lebt wieder auf (Thomas Duchnicki, flickr)

Die Bewegung lebt wieder auf (Thomas Duchnicki, flickr)

Deutschland wehrt sich- die Franzosen machten es vor, nun zieht Deutschland nach. Nach Stuttgart 21 folgt nun eine wiederauflebende Protestbewegung ganz anderer Größenordnung.

Als Krawallmacher, Brandstifter  und Öko-Freaks kann man Atomkraftgegner spätestens seit den weitestgehend friedlichen Protesten während des Castor-Transports nicht mehr abstempeln. An den Demonstrationen entlang der Strecke beteiligten sich Zehntausende, darunter nicht nur Anwohner, Organisationen und Parteimitglieder, sondern auch tausende Privatpersonen aus der so genannten „bürgerlichen Mitte“.

Nach den heftigen Demonstrationen, die den Castor-Transport mit eintägiger Verspätung im Zwischenlager Gorleben eintreffen ließen, geht es natürlich auch bei diesem Thema um die Fragen: Wer ist verantwortlich, wer übernimmt die Kosten? Und vor allem: Wie geht es jetzt weiter? Denn niemand wird leugnen, dass sich der Protestauch gegen die Bundesregierung richtet. Es galt nicht primär den Transport aufzuhalten, sondern Angela Merkel und Norbert Röttgen zu zeigen, dass es Widerstand gegen ihre Atompolitik gibt.


Seit 1980 kürte Loki alljährlich die "Blume des Jahres"- hier die sibirische Schwertlilie von 2010. Die ofizielle Bekanntgabe ihrer letzten Blume des Jahres 2011 konnte sie nicht mehr miterleben. (Harald52, flickr)

Loki Schmidt starb in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Hamburg. Über Deutschland hinaus sprechen Menschen ihre Betroffenheit und ihr Beileid aus.

Neben ihrem Ehemann Helmut Schmidt, die typische Kurzhaarfrisur, Hosenanzug, eine Tasse Kaffee und dazu die obligatorische Zigarette: Diese Bilder von Hannelore „Loki“ Schmidt haben sich eingeprägt. Nicht nur an der Seite des Altbundeskanzlers, sondern auch unabhängig von ihm machte sie sich einen Namen als Botanikerin, Naturschützerin und Schriftstellerin. „Mit ihrem eindrucksvollen Wirken und ihrer Persönlichkeit hat sie die Menschen stets besonders beeindruckt: unaufgeregt, geradlinig, mit einem klaren Blick auf die Menschen und das Leben“, sagte Hamburgs erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus zu ihrem Tod.


Wieder aufeinender zugehen können (oooh.oooh, flickr)

Jeder dritte hält Deutschland für überfremdet- eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung kommt zu beunruhigenden Ergebnissen.

In wieweit rechtes Gedankengut bereits unsere Gesellschaft unterwandert hat, war bis zur Veröffentlichung der neusten Studie „Die Mitte in der Krise“ der Friedrich-Ebert-Stiftung noch nie so deutlich. Während in den letzten Jahren noch ein leichter Rückgang von antidemokratischen Einstellungen verzeichnet werden konnte, steigt die Zahl der rechten Einstellungen 2010 nach 5 Jahren erstmals an.

Ging man doch bis jetzt immer davon aus, dass es sich bei Menschen mit rechter Einstellung hauptsächlich um Randgruppen handele, um glatzköpfige, Springerstiefel tragende Arbeitslose ohne Perspektive, wird man nun mit seinen Annahmen auf dem Boden der Tatsachen hart aufschlagen.


EU will Mütter länger schützen (nadessa, flickr)

Am kommenden Mittwoch wird das europäische Parlament über die Verlängerung des Mutterschutzes abstimmen. Noch ist nicht klar, ob sich der entsprechende Gesetzesentwurf in seiner ursprünglichen Form durchsetzen wird.

Für Deutschland würde das konkret bedeuten, dass sich der Mutterschutz von gegenwärtig 14 Wochen auch 18 bzw. 20 Wochen verlängern würde. Hinzu kommen auch 2 Wochen Auszeit für die Männer. Die Bundesregierung sowie Arbeitgeber lehnen diese Verlängerung ab. „Wir sehen keine qualitativen Verbesserungen für die Betroffenen, aber erhebliche Mehrkosten“, sagte eine Sprecherin des Familienministeriums. Tatsächlich wäre eine Neufassung der Richtlinien des Jahres 1992 mit erheblichen Kosten verbunden: Das Fraunhoferinstitut bezifferte die Ausgaben auf 1,7 Milliarden Euro. Dies würde eine zusätzliche Belastung der Wirtschaft sowie der öffentlichen Haushalte bedeuten. Dann könnte es passieren, dass kleinere Unternehmen Männer bevorzugen und  junge Frauen, auch wenn diese besser qualifiziert sind, eher nicht einstellen würden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert hingegen die Parlamentarier dazu auf für den Gesetzesentwurf zu stimmen. Deutschland könne sich nicht langfristig der Anpassung entziehen, so die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. Außerdem sei Deutschland von den Forderungen direkt betroffen und müsse sich deshalb fügen.

Mütter haben bis jetzt noch kein Unternehmen in den Ruin getrieben, soviel steht fest. Und dass Mutterschutz in einem gewissen Umfang notwendig ist steht außer Frage, sind es doch die ersten Wochen und Monate eines Kindes, die über dessen spätere Entwicklung und Begabung entscheiden. Da muss sich jeder selbst die Frage stellen ob 4 Wochengehälter  einige Wochen ungestörtes Familienglück aufwiegen können.


Immernoch Außnahme: Frauen in Führungspositionen (Campus of Excellence, flickr)

Immernoch Außnahme: Frauen in Führungspositionen (Campus of Excellence, flickr)

Wie oft mir dieser Begriff in den letzten Monaten als Schimpfwort begegnet ist, weiß ich gar nicht mehr: „Quotenfrau“- eine Frau  aus der Führungsriege, der nachgesagt wird, dass sie nicht etwa durch entsprechende Qualifizierung und eisernen Aufstiegswillen in ihre Position gefunden hat, sondern die durch „Die Quote“ bequem auf der obersten Treppenstufe der Karriereleiter abgesetzt wurde. Doch wie sieht die Realität aus?

Seit Jahren fordert die SPD die Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände nach dem Vorbild der Norweger. Seit Anfang 2006 müssen dort alle staatlichen Unternehmen mindestens 40% ihrer Aufsichtsratsmandate mit Frauen besetzen. Trotz vorübergehender Anlaufschwierigkeiten gelang es den Norwegern den Frauenanteil der Aufsichtsräte von durchschnittlich 18,9 Prozent (2005) innerhalb von zwei Jahren  auf einen Anteil von 34,1 Prozent beinahe zu verdoppeln. Die Frauen würden sich daranmachen, eigene Netzwerke zu bilden. „Und sie trauen sich endlich etwas zu“, resümierte jüngst Nina Solli, Gleichstellungsmanagerin beim Hauptverband der Norwegischen Wirtschaft (NHO). Bislang konnte sich der Gedanke in Deutschland jedoch nicht durchsetzen.


In wenigen Minuten findet im Landtag ein Pressestatement mit Hannelore Kraft und Silvia Löhrmann statt. Rot-Grün plant eine Minderheitsregierung in NRW.

Hier könnt Ihr den aktuellen Artikel bei Spiegel Online lesen…


(c) http://der-gute-tweet.de/mygauck/

Joachim Gauck ist Pastor von Beruf. Er war DDR-Bürgerrechtler und zehn Jahre lang Leiter der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen, die im Volksmund „Gauck-Behörde“ genannt wurde. Jetzt wurde er von SPD und Grünen nominiert – für das Amt des Bundespräsidenten. Dieser wird am 30. Juni 2010 von der Bundesversammlung gewählt. Und Deutschland fiebert mit: Schon tauchen eine Menge Unterstützerkampagnen im Netz auf. Neben einer Facebook-Gruppe und Unterschriftenseiten spielt sich einiges auf Twitter ab. Wer dort mein_praesident folgt, wird laufend über neue Beiträge, Kampagnen etc. informiert. Und: Jeder Mensch, der einen Tweet mit dem Hashtag #mygauck sendet, landet mit seinem Profilbild und Statement  in einem niedlichen Gauck-Mosaik.

Es gibt also viele, viele Möglichkeiten, wie du Joachim Gauck unterstützen kannst!

Facebook-Gruppe Joachim Gauck als Bundespräsident

www.pro-gauck.de

www.mein-praesident.de

www.wir-fuer-gauck.de

Demos für den Bürgerpräsidenten

Go for Gauck

Buttons und Shirts kaufen kann man hier


 

foto by: mfophotos

Einen Tag, nachdem die Sondierungsgespräche mit der Partei „Die Linke“ stattfanden, äußerten sich mediale Vertreter verschiedener Couleur und lobten die Konsequenz der rot-grünen Gesprächsteilnehmer.

WDR: „NRW-Linke nicht regierungsfähig“

Tagesspiegel: „Dann ist die Linke nicht mehr links“

Rheinische Post: „Ein Ende mit Schrecken“

Ruhrbarone: „Dead Man Talking – Jetzt muss Rüttgers weg“

Süddeutsche Zeitung: „Kraftvoll im Scheitern“

Wir in NRW: „Linke nicht fähig“

Stern: „Kraft beerdigt Rot-Rot-Grün“

Rot steht uns gut: „Rot-Grün-Rot an Linkspartei gescheitert“

Die Zeit: „Fünf Stunden Scheitern“



Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.