Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf. Nachdem ich die ‚große, alte Tante SPD‘ in Berlin beim Bundestagswahlkampf im Internet unterstützt habe, kehre ich zurück zu meiner ‚Herzblut-SPD‘ und werde Hannelore Kraft dabei helfen, am 09. Mai Ministerpräsidentin zu werden und der NRWSPD dabei, stärkste Kraft für NRW zu werden.
Herzlich Willkommen beim blog.nrwspd.de! Wir haben uns einiges überlegt, manches geändert, anderes beibehalten und freuen uns über das Ergebnis.
Was ist alles neu?
Wir möchten, dass die Artikel des Weblogs wirklich das Wichtigste sind. Daher erhalten sie den zentralen Raum auf der neuen Site. Blogroll, Navigation und Kategorien rücken ans untere Ende der Seiten. Die Artikel lassen sich nun auch viel einfacher mit Freunden teilen: Kleine Buttons ermöglichen es, die Beiträge in den Sozialen Netzwerken weiterzugeben. Das neue Design lehnt sich gestalterisch an den neuen Auftritt von www.nrwspd.de an. Und auch Twitter ist eingebunden: Auf der Startseite kann man sofort die aktuellste Twitter-Nachricht der NRWSPD sehen.
Und wir haben uns neue Verhaltensregeln überlegt. Sie sind hier nachzulesen. Vor allem wollen wir eine ernsthafte und respektvolle Diskussion führen – miteinander.
In den Beiträgen möchten wir persönliche Eindrücke schildern und „Alles was zwischendurch passiert“. Über welche Artikel, Blogs oder Videos sind wir gestolpert, was hat uns bewegt? Alles mit der herzlichen Einladung, zu kommentieren! Wir wollen miteinander diskutieren, uns interessiert, was unsere Leserinnen und Leser denken, was sie bewegt. Teilt uns Eure Meinung mit.
Neu in unserem Team ist auch Thorsten Matolat. Treue Leserinnen und Leser kennen Thorsten bereits: Er war 2005 schon mal als Mitarbeiter im Wahlkampfteam dabei und wurde damals mit dem Blog-Virus infiziert. Zwischenzeitlich war er für die Bundes-SPD in Berlin tätig. Ab Januar 2010 ist er wieder in NRW an Bord.
Am vergangenen Mittwoch, 23. September fand in Dinslaken eine Diskussionsrunde zum Thema “Bürgerrechte im Internet” statt. Es diskutierten der hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, Michael Groschek, Generalsekretär der NRWSPD und Bundestagskandidat in Dinslaken sowie Oliver Zeisberger von der Internet-Agentur Barracuda. Die Veranstaltung wurde moderiert von Dirk Borhart, Pressesprecher der NRWSPD. Angeregt wurde die Diskussion von den Jusos in Dinslaken.
Die Diskussionsrunde (v.l.n.r.) Dirk Borhart, Oliver Zeisberger, Thorsten Schäfer-Gümbel und Michael Groschek
Groschek: “Sozis glasklar aufgestellt”
Das Thema Bürgerrechte ist seit jeher ein Kernthema der Sozialdemokratie. Seit nunmehr “146 Jahren” setze sich die SPD für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein, so Michael Groschek. Die “Sozis” seien in diesem Gebiet daher “glasklar aufgestellt.” Die jüngsten Beispiele von Datenmissbrauch – sei es bei Lidl, der Telekom, der Deutschen Bahn, der Post oder der Deutschen Bank – haben gezeigt, dass es an der Zeit ist, diesen Einsatz auch auf das Internet auszudehnen. Die SPD habe erkannt, dass das Internet und die neuen Medien insgesamt in immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eindringen und Einfluss nehmen. Groschek forderte daher eine “intensive gesellschaftliche Debatte” um die Frage, wie der Datenschutz im Internet künftig geregelt und wie die Menschen lernen können, “verantwortlich mit den neuen Medien umzugehen.”
Gesetz ist “verfassungsrechtlich bedenklich”: “Nur löschen hilft!”
Gegenüber dem sogenannten “Zugangserschwerungsgesetz”, das der Bundestag im Juni verabschiedet hatte, äußerten sich die Diskutanten durchweg kritisch. Oliver Zeisberger nannte das Gesetz “technisch völlig unsinnig”, da die darin vorgesehenen Sperren zu leicht zu umgehen seien. Zudem gelten die “Stoppschilder” nur für deutsche Internetnutzer. Vom Ausland aus kann weiterhin auf die Seiten zugegriffen werden. Deshalb müssten “transnationale Abkommen” das langfristige Ziel sein. Zwischenzeitlich seien “private Initiativen” geeignet, um beispielsweise Seiten mit kinderpornografischem Material aus dem Netz zu nehmen. Diese hätten sich in der Vergangenheit als durchaus wirkungsvoll erwiesen, so Zeisberger. Groschek stimmte dem zu: “Löschen statt sperren” müsse die Devise sein.