
foto by: 1974caca
Nachdem der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma letzte Woche erklärt hatte, dass er zur nächsten Oberbürgermeisterwahl nicht mehr antreten wird, steht auch der CDU-Landeschef Rüttgers jetzt in der Kritik, vor allem in der von Schramma selbst.
Der gibt Rüttgers nämlich eine Mitschuld an der Entwicklung und sei sehr enttäuscht, dass er ihn per Telefon nicht für ein klärendes Gespräch erreicht habe. Wie z.B. die Westfälische Rundschau berichtet, sagte Schramma:
“Er ist nicht ans Telefon gegangen. Ich habe es von Samstagmittag bis nachts um ein Uhr versucht und auch am Sonntagmorgen noch einmal“
Diesen Vowurf wollte Rüttgers natürlich nicht auf sich sitzen lassen und schlug zurück. Er sagte, dass Schramma am Sonntag sehr wohl einen Termin mit ihm gehabt habe, den Schramma dann allerdings selber platzen ließ. So musste Schramma also seinen Verzicht erklären, ohne sich mit dem Landesvorsitzenden unterreden zu können.
Davon will der Beschuldigte aber nichts wissen, so sagt es jedenfalls die Staatskanzlei, denn Rüttgers ist bei diesem Thema völlig abgetaucht und macht es wie der ehemalige Bundeskanzler Kohl: Einfach aussitzen.
Anstatt sich um das Wesentliche zu kümmern, bewirft man sich in der CDU nun also lieber gegenseitig mit Dreck.
Das beweist wieder einmal, dass Krisenmanagement anscheinend keine Stärke der CDU ist!
Was ist das denn für eine Geschichte? Gerade erst ist Verkehrminister Oliver Wittke zurückgetreten und schon zerlegt sich die CDU in NRW munter weiter.
Bei den Ruhbaronen finde ich gerade auf der Heimfahrt einen Artikel von David Schraven mit der Überschrift: “Mülheimer Explosionen erschüttern Wirtschaftsministerium NRW”.
Demnach will der Mülheimer CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Stefan Zowislo jetzt die Hintergründe um den Rücktritt von CDU NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Jens Baganz als Mülheimer Oberbürgermeister aufklären.
Baganz war in seiner Zeit als OB in Mülheim und dann auch als Staatsekretär bei der Vergabe von Beraterverträgen an Bekannte in die Kritik geraten.
Nach Informationen der WAZ Mülheim fordert Zowislo von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Abberufung von Baganz. Zowislo war früher die rechte Hand von Baganz.
Aber lest euch die Artikel selber durch. Diese Geschichte wird uns sicherlich in den nächsten Tagen weiter begleieten.

foto by: dierk schaefer
20. August 2007
Am 20. August 2007 meldet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (der Artikel ist online nicht mehr verfügbar): Die CDU/FDP-Landesregierung will die Kommunalwahlen 2009 zeitlich vorverlegen. Bisher war davon ausgegangen worden, die Kommunalwahl im Super-Wahljahr 2009 auf den Termin der Bundestagswahl am 27. September zu legen – sinnvoll, da die amtierenden Bürgermeister und Räte bis zum 20. Oktober im Amt bleiben. Das Pottblog kommentiert.
Dezember 2007
Weiterhin kursieren Gerüchte über den genauen Termin der Kommunalwahlen in NRW. Die Medien berichten über eine mögliche Zusammenlegung der Kommunalwahl mit der Europawahl.
5. März 2008
Auch CDU-Kommunalpolitiker laufen Sturm gegen die Pläne der Landesregierung von Ministerpräsident Rüttgers. Es stellt sich jetzt heraus, dass die schwarz-gelbe Regierungskoalition sogar einen Eingriff in die Kommunalverfassung in Kauf nehmen würde, um die Kommunalwahl vorzuziehen. Die FDP argumentiert dazu: Die Europawahlen seien weniger öffentlichkeitswirksam als die Bundestagswahlen und würden so die Kommunalwahl nicht überschatten.
28. Mai 2008
Am 28. Mai findet im Düsseldorfer Landtag eine Anhörung zum Thema statt. Sachverständige wurden zur Stellungnahme eingeladen. Der Gesetzesentwurf von CDU und FDP zur Verschiebung der Kommunalwahl stößt bei Rechtsexperten auf massive Kritik.
26. August 2008
Mit einer Pressemitteilung erklärt das nordrhein-westfälische Innenministerium heute, welchen Anteil die Städte aus dem Konjunkturpakt II des Bundes erhalten. So weit so gut, wurde auch Zeit, dass von amtlicher Seite mal Zahlen kommen. Von Donnerstag auf Freitag letzter Woche ist schließlich eine wichtige Einigung zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und der Landesregierung zustande gekommen. Der Anteil des Geldes, der an die Kommunen weitergereicht wird entspricht immerhin runden 84%. Vor dem Hintergrund, dass der Bund verlangt hatte, dass wenigstens 70% an die Kommunen gehen sollen, ein sehr beachtliches Verhandlungsergebnis, für das die Landesregierung seit letztem Freitag auch Lob der Kommunen erhalten hat.
Beim Nominierungsparteitag der SPD Solingen bekam Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Müller-Stöver mit der NRWSPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft prominente Unterstützung. Ihre Rede handelte von den negativen Auswirkungen der CDU/FDP-Landespolitik auf die Kommunen.
Zu Teil 2 und 3 der Rede:
Das Konjunkturpaket II ist da, und damit sicher ein gelungenes Instrument zur Förderung von Konsum und Konjunktur. Jetzt gilt es, möglichst schnell die 2,8 Milliarden vom Bund an die Kommunen zu verteilen. Sie sollen für Investitionen in Bildung und Infrastruktur genutzt werden und auf diese Weise die Wirtschaft vor Ort ankurbeln. SPD-Fraktionschefin Hannelore Kraft hat heute in einer Sondersitzung im Düsseldorfer Landtag von der Landesregierung eine rasche Hilfe für die Städte und Kommunen eingefordert. “Das Geld muss im März da sein”, sagte sie. Zudem forderte sie, dass 100 % der für die Kommunen vorgesehenen Summe bei den finanzschwachen Gemeinden auch ankommen.
Auch warf Hannelore Kraft der schwarzgelben Landesregierung Uneinigkeit vor. Deshalb gebe es bisher auch noch keine gemeinsame Erklärung. Der Hintergrund: Die aktuelle Stunde heute war von der Opposition beantragt worden, weil sich die Landesregierung, was die Umsetzung des Konjunkturpaketes II anbelangt, bisher in Schweigen hüllt.
Ministerpräsident Rüttgers drückte sich erneut um eine Regierungserklärung, angeblich, weil in Berlin ja noch geredet werde. Komisch: Rüttgers’ Parteifreund Christian Wulff, Ministerpräsident Niedersachsens, hat schon vor drei Tagen eine Erklärung zum Konjunkturpaket II abgegeben.

Die Sozialdemokratische Germeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) in NRW hat ihre Internet-Seite gerelauncht.
Auf den ersten Blick hat sich vielleicht nicht viel getan, aber auf den zweiten: Herzstück der neuen Seite ist der neue, qualitativ und quantitativ gewachsene Intranet-Bereich. Nutzerinnen und Nutzer können sich jetzt mit einem eigenen Profil registrieren. Und dann auf einen riesigen Pool von Materialien und Informationen für erfolgreiche politische Arbeit in den Kommunen zugreifen:
Zur Verfügung stehen im Themenportal etwa aktuelle Informationen zu den Bereichen “Arbeit, Soziales, Gesundheit”, “Entwicklungsplanung, Wohnen, Verkehr” oder “Recht, Verfassung, Verwaltung”. Im Personalpool können Kontakte zu Referentinnen und Referenten für Veranstaltungen hergestellt werden. Nur ein Beispiel für zahlreiche Hintergrundinformationen, mit denen die Fraktionsarbeit ganz konkret erleichtert wird.

Weitere Neuerungen sind bessere Sicherheitsstandards und Barrierefreiheit.
Insgesamt eine gelungene Neuvorstellung im Internet, deren praktischer Nutzen ins Auge sticht.