Archiv: Thema "SPD"

Immernoch Außnahme: Frauen in Führungspositionen (Campus of Excellence, flickr)

Immernoch Außnahme: Frauen in Führungspositionen (Campus of Excellence, flickr)

Wie oft mir dieser Begriff in den letzten Monaten als Schimpfwort begegnet ist, weiß ich gar nicht mehr: „Quotenfrau“- eine Frau  aus der Führungsriege, der nachgesagt wird, dass sie nicht etwa durch entsprechende Qualifizierung und eisernen Aufstiegswillen in ihre Position gefunden hat, sondern die durch „Die Quote“ bequem auf der obersten Treppenstufe der Karriereleiter abgesetzt wurde. Doch wie sieht die Realität aus?

Seit Jahren fordert die SPD die Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände nach dem Vorbild der Norweger. Seit Anfang 2006 müssen dort alle staatlichen Unternehmen mindestens 40% ihrer Aufsichtsratsmandate mit Frauen besetzen. Trotz vorübergehender Anlaufschwierigkeiten gelang es den Norwegern den Frauenanteil der Aufsichtsräte von durchschnittlich 18,9 Prozent (2005) innerhalb von zwei Jahren  auf einen Anteil von 34,1 Prozent beinahe zu verdoppeln. Die Frauen würden sich daranmachen, eigene Netzwerke zu bilden. „Und sie trauen sich endlich etwas zu“, resümierte jüngst Nina Solli, Gleichstellungsmanagerin beim Hauptverband der Norwegischen Wirtschaft (NHO). Bislang konnte sich der Gedanke in Deutschland jedoch nicht durchsetzen.


Was früher orangefarbene Anstecker bei der „Willy wählen“-Wahl waren, sind heute Unterstützerbilder für das Web 2.0. Die Jusos NRW haben sich wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt und ein Tool entwickelt, mit dem Ihr euch ein eigenes Unterstützerfoto erstellen könnt. Dieses kann für Facebook, Twitter, die VZ-Netzwerke und viele andere Plattformen verwendet werden. Einfach ein Foto hochladen, zuschneiden und dann unter sieben verschiedenen Motiven, wie „ICH entscheide die Wahl am 9. Mai“ oder „Frauenpower statt Männerwirtschaft“ wählen und das fertige Foto downloaden. Einen kleinen Vorgeschmack auf das Endprodukt gibt die junge Dame, die Ihr oben auf dem Bild seht. Loslegen könnt Ihr hier.


foto by: mili_flener

Gleich startet das TV-Fernduell  zur Landtagswahl in den Regionalprogrammen von Sat.1 und RTL. Die Spitzenkandidaten von SPD und CDU stellen sich dabei den Fragen der Wähler.

Die Herausforderin Hannelore Kraft beginnt und wird in einem Bonner Theater vor rund 100 Zuschauern Frage und Antwort stehen.

Teil eins des Duells könnt Ihr ab ab 17:30 Uhr bei SAT.1 NRW verfolgen. Der zweite Teil wird ab 18.00 Uhr bei RTL West übertragen.

Das Online-Team wünscht viel Spaß beim Zuschauen!


Eines der letzte Woche vorgestellten Großplakate trägt den Titel Vertrauen. Das Wort an sich ist laut Online-Lexikon Wikipedia seit dem 16. Jahrhundert bekannt,  geht auf das gotische „trauan“ zurück und gehört zur Wortgruppe um „treu“. Es bedeutet so viel wie fest und sicher, aber auch glauben und hoffen. Vertrauen ist somit ein lang bewährtes und bedeutungsschweres Wort.

Leider bekommt es in letzter Zeit Konkurrenz von Modewörtern wie Ellbogen- oder Ich-Gesellschaft. Es ist nicht mehr selbstverständlich, jemandem zu vertrauen – und wenn, dann doch meist nur sich selbst. Alles geht nach dem Credo: „Nur die Harten kommen in den Garten“.

In einer solidarischen und gerechten Gesellschaft ist für solch eine Auslegung aber kein Platz. Deshalb titelt die NRWSPD „Vertrauen – in ein NRW, das wieder zusammenhält“. Gemeinsinn, Fairness und Teilhabe müssen Vorrang haben und statt dem Markt muss der Mensch wieder im Mittelpunkt stehen.

Deshalb steht die NRWSPD für…


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10.34 Uhr. Es ist Montag der 22. März. Und es eilt. Neun Kartons, 65 Kilogramm oder 42 750 Seiten Papier – wie man sie auch dreht und wendet: Sie mussten von Düsseldorf in den Ruhrcongress zu Bochum, und zwar schnell. Immerhin sollten die 450 Betriebsräte und Gewerkschafter auf der Konferenz der SPD Seite für Seite nachlesen können, wer das beste Programm für NRW zu bieten hat: Nämlich die SPD.


foto by: bobjagendorf

91 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland sollte man denken, die Frage nach der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen sei nur noch rein rhetorischer Natur. In der Realität ist sie es nicht. Ein zum Jahresbeginn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlichter Bericht zeigt, dass es besonders in den Führungsetagen großer deutscher Unternehmen noch immer Nachholbedarf gibt.


Bürgersprechstunden gehören für Hannelore Kraft zum politischen Alltag genauso dazu wie das Rot zur SPD oder die Kartoffeln zum Kartoffelsalat: In ihrem Wahlkreis Mülheim an der Ruhr I hört sie sich regelmäßig die Sorgen und Nöte der Bürger an.

Diese Bürgersprechstunde war aber eine besondere. Denn diesmal waren es 13 Bürger auf einen Streich, die Hannelore Kraft das fragen konnten, was ihnen unter den Nägeln brennt – eingeladen hatten die Ruhr Nachrichten (zum Live-Ticker).


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In ihrem Videostatement konkretisierte Hannelore Kraft ihre Forderung nach einem gemeinwohl-orientierten Arbeitsangebot für Langzeitarbeitslose.


Vor vier Jahren, am 27. Januar 2006, starb er. Seinen politischen Werdegang begann Johannes Rau als Wuppertaler Juso. Er war Stadtverordneter und Oberbürgermeister, dann Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, schließlich, ab 1999 und bis 2004, nahm er das Amt des Bundespräsidenten ein. Wenige Politiker prägten Nordrhein-Westfalen so wie Johannes Rau. Für seine Politik war soziale Gerechtigkeit der Leitgedanke, die tiefe Überzeugung, dass jeder Mensch unabhängig von seiner sozialen Herkunft die gleichen Chancen im Leben haben müsse. Johannes Rau wurde in Berlin auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt, nachdem die Hauptstadt ihm und seiner Familie nach Wuppertal zur zweiten Heimat geworden war.

Sein Todestag jährt sich 2010 zum 4. Mal. Jetzt kamen Familienangehörige, Freunde, aber auch politische Wegbegleiter Raus an seinem Grab zusammen, um seiner zu gedenken. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel legte mit Raus Witwe Christina Rau einen Kranz nieder. Auch die Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft, war anwesend. Jüngst bei der Eröffnung einer Fotoausstellung über Rau im Düsseldorfer Landtag erinnerte sie im Januar an Johannes Rau und sein Erbe: „Johannes Rau hat sein Leben als Christ und Sozialdemokrat gelebt, und aus diesen Quellen hat er seine Kraft bezogen.“

SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks und der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, einstmals Minister im Kabinett von Johannes Rau, sowie Manfred Stolpe, langjähriger Ministerpräsident von Brandenburg, nahmen ebenfalls an der kleinen Andacht teil.

Zum Nachlesen und -denken ein kleiner Auszug aus einer Rede, die Rau am 16. Dezember 1985 in Ahlen gehalten hat:

„Ich wünsche mir Sozialdemokraten, die zu Risiken für die Nächsten bereit sind und dabei nicht an Macht und Vorteil denken. Für mich ist die Welt nicht aufgeteilt in Rote, Schwarze, Grüne, Farblose. Unsere Welt besteht aus Menschen, aus Gesunden und Kranken, aus Glücklichen und Unglücklichen, aus Jungen und Alten, aus Einsamen und Geselligen, aus Frauen und Männern. … Vertrauen und Unterstützung erhalten wir … nur, wenn wir den Menschen durch unser Tun beweisen, dass sie uns glauben können, dass unser Wirken für ihr alltägliches Leben wichtig ist. Es bleibt dabei: Das Ideal meiner Politik ist es, das Leben der Menschen im Laufe der Jahre ein Stückchen menschlicher zu machen.“



Foto: Copyright Marco Urban

Interviews mit Hannelore Kraft konnte man in letzter Zeit in vielen Medien lesen oder hören.
Hier alle Gespräche der SPD-Landesvorsitzenden aus den letzten Tagen zum Nachlesen.

Hannelore Kraft im Interview mit der Westdeutschen Zeitung

Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen

Interview im Deutschlandfunk

Interview mit dem Standard

Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger

Interview mit dem Abendblatt


Alles was zwischendurch passiert. Wir schreiben’s auf.