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Joachim Gauck ist Pastor von Beruf. Er war DDR-Bürgerrechtler und zehn Jahre lang Leiter der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen, die im Volksmund “Gauck-Behörde” genannt wurde. Jetzt wurde er von SPD und Grünen nominiert – für das Amt des Bundespräsidenten. Dieser wird am 30. Juni 2010 von der Bundesversammlung gewählt. Und Deutschland fiebert mit: Schon tauchen eine Menge Unterstützerkampagnen im Netz auf. Neben einer Facebook-Gruppe und Unterschriftenseiten spielt sich einiges auf Twitter ab. Wer dort mein_praesident folgt, wird laufend über neue Beiträge, Kampagnen etc. informiert. Und: Jeder Mensch, der einen Tweet mit dem Hashtag #mygauck sendet, landet mit seinem Profilbild und Statement in einem niedlichen Gauck-Mosaik.
Es gibt also viele, viele Möglichkeiten, wie du Joachim Gauck unterstützen kannst!
Facebook-Gruppe Joachim Gauck als Bundespräsident
Demos für den Bürgerpräsidenten
Buttons und Shirts kaufen kann man hier
foto by: bobjagendorf
91 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland sollte man denken, die Frage nach der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen sei nur noch rein rhetorischer Natur. In der Realität ist sie es nicht. Ein zum Jahresbeginn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlichter Bericht zeigt, dass es besonders in den Führungsetagen großer deutscher Unternehmen noch immer Nachholbedarf gibt.

Vor vier Jahren, am 27. Januar 2006, starb er. Seinen politischen Werdegang begann Johannes Rau als Wuppertaler Juso. Er war Stadtverordneter und Oberbürgermeister, dann Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, schließlich, ab 1999 und bis 2004, nahm er das Amt des Bundespräsidenten ein. Wenige Politiker prägten Nordrhein-Westfalen so wie Johannes Rau. Für seine Politik war soziale Gerechtigkeit der Leitgedanke, die tiefe Überzeugung, dass jeder Mensch unabhängig von seiner sozialen Herkunft die gleichen Chancen im Leben haben müsse. Johannes Rau wurde in Berlin auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt, nachdem die Hauptstadt ihm und seiner Familie nach Wuppertal zur zweiten Heimat geworden war.
Sein Todestag jährt sich 2010 zum 4. Mal. Jetzt kamen Familienangehörige, Freunde, aber auch politische Wegbegleiter Raus an seinem Grab zusammen, um seiner zu gedenken. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel legte mit Raus Witwe Christina Rau einen Kranz nieder. Auch die Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft, war anwesend. Jüngst bei der Eröffnung einer Fotoausstellung über Rau im Düsseldorfer Landtag erinnerte sie im Januar an Johannes Rau und sein Erbe: “Johannes Rau hat sein Leben als Christ und Sozialdemokrat gelebt, und aus diesen Quellen hat er seine Kraft bezogen.”
SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks und der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, einstmals Minister im Kabinett von Johannes Rau, sowie Manfred Stolpe, langjähriger Ministerpräsident von Brandenburg, nahmen ebenfalls an der kleinen Andacht teil.

Zum Nachlesen und -denken ein kleiner Auszug aus einer Rede, die Rau am 16. Dezember 1985 in Ahlen gehalten hat:
“Ich wünsche mir Sozialdemokraten, die zu Risiken für die Nächsten bereit sind und dabei nicht an Macht und Vorteil denken. Für mich ist die Welt nicht aufgeteilt in Rote, Schwarze, Grüne, Farblose. Unsere Welt besteht aus Menschen, aus Gesunden und Kranken, aus Glücklichen und Unglücklichen, aus Jungen und Alten, aus Einsamen und Geselligen, aus Frauen und Männern. … Vertrauen und Unterstützung erhalten wir … nur, wenn wir den Menschen durch unser Tun beweisen, dass sie uns glauben können, dass unser Wirken für ihr alltägliches Leben wichtig ist. Es bleibt dabei: Das Ideal meiner Politik ist es, das Leben der Menschen im Laufe der Jahre ein Stückchen menschlicher zu machen.”

In Berlin gehen CDU und FDP wieder auf Schmusekurs zu Betreibern von Atomkraftwerken, auch in NRW plant Schwarz-Gelb in aller Heimlichkeit die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke – da nimmt man “Kollateralschäden” in Kauf und versucht, die Gefahren der Atomenergie weiter herunterzuspielen.
Aber Atomkraft ist und bleibt mit hohen Risiken verbunden, wie jetzt ein Störfall in der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau zeigte. Gestern Abend trug ein Mitarbeiter Schäden davon, als im Inneren der Anlage, der sogenannten Behältervorbereitung, radioaktives Uranhexafluorid austrat. Der Mann sollte einen als «leer und gewaschen» angelieferten Uranbehälter für eine Druckprüfung vorbereiten. Dabei wurde er an Armen und Beinen kontaminiert und erlitt einen Schock. Man brachte ihn zur Beobachtung nach Münster in die Uniklinik. Bisher ist unbekannt, wie stark die Strahlung war, der sich der Mitarbeiter ausgesetzt sah. Weiterhin unklar ist auch die Ursache des Störfalls (Freitag, 16:20 Uhr).
Atomkraftgegner forderten eine Untersuchung des Zwischenfalls durch externe Fachleute. «Das in Gronau behandelte Uranhexafluorid ist radioaktiv und reagiert mit Feuchtigkeit zu tödlicher Flusssäure», sagte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen laut einer ddp-Meldung.
Gronau ist der einzige Standort in Deutschland, wo Uran für Kernkraftwerke kommerziell angereichert wird. Die Anlage wird von der “Urenco Anreicherungsgruppe” betrieben. Neben Gronau betreibt die Firma in Europa zwei weitere Anlagen: eine in Almelo in den Niederlanden und eine in Chester (Nordwestengland). Für eine Politik wie die von CDU und FDP, die weiterhin an der Atomkraft als Energiequelle festhält, ist diese Produktionsstätte des Uran-Isotopes U235 argumentativ sehr wichtig, da man mit ihrer Hilfe Atomkraft als einheimische Energie verkaufen kann.
Es bleibt dabei: Schwarz-Gelb will den Ausstieg aus dem Ausstieg. Einen Atomausstieg gibt es nur mit der SPD.
In Haiti hat es ein Nachbeben der Stärke 6 gegeben.
Wie schon bei den Protesten im Iran wird auch bei der Katastrophe in Haiti Twitter als wichtiges Kommunikationsinstrument genutzt. Das sorgt offenbar dafür, dass Twitter zur Zeit den Ansturm nicht bewältigen kann. Das führt u.a. dazu, dass unser Twitterfeed auf dieser Seite hier nicht funktioniert:

Die ARD hat jetzt ein Parteitagsblog. Hier werden die Parteitage der fünf großen Parteien von Hörfunkkorrespondenten der ARD begleitet. “ARD-Parteitag-Explorer. Der Korrespontenten-Blog” soll harte Facts und Ergebnisse, aber auch Hintergründe, Videos und Buntes zu den Parteitagen liefern.
Aktuell hatten die ARD-Blogger gestern auch schon unsere Landesvorsitzende Hannelore Kraft vor der Kamera.
Hannelore Kraft im Interview mit den ARD-Bloggern hier.
Im Übrigen bloggt die NRWSPD bereits seit 2004.
Auf nach Dresden! heißt es heute für 126 Delegierte aus Nordrhein-Westfalen, die zum SPD-Bundesparteitag fahren. Und natürlich auch für eine ganze Menge Kolleginnen und Kollegen der NRWSPD.
Hier schon mal ein paar facts and figures zu Twitter, Blogs und Co. Mit einer herzlichen Aufforderung, in den Kommentaren zu ergänzen.
Twitter: Hashtag: #bpt09
Vorläufige Tagesordnung. Hier ebenfalls: Anträge zum Download.
Den Livestream wird es hier geben.
Die WebSozis sind mit ihrem Parteitagsblog vertreten und stellen sich darüber hinaus als Kandidaten für den Wilhelm-Dröscher-Preis vor.